Krankheitsbild - Glutenfrei essen

Nachfolgend findet ihr Informationen zum Krankheitsbild der Zöliakie. Unter anderem zu Diagnose, Symptomen und Vorkommen. Vielen Dank an Lisa, die uns diesen Text zur Verfügung gestellt hat :)

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung des Dünndarms. Der Dünndarm reagiert empfindlich auf das Klebereiweiß Gluten. Gluten wird im Darm von Enzymen gespalten. Der entstandene Stoff reizt die Dünndarmschleimhaut und führt so zu einer Verkümmerung der Darmzotten. Diese zwar vorrübergehende Schädigung führt zu einem erheblichen Nährstoffmangel und weiteren Symptomen.

Worin kann Gluten vorkommen?

Gluten kommt in verschiedenen Getreidesorten vor, wie Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel und Gerste. Das heißt aber nicht, dass Gluten nur in reinem Getreide vorkommt, denn Getreide wird häufig zum Binden verschiedener Stoffe, als Geschmacksverstärker und Aromastoff eingesetzt. Daher ist Gluten in vielen verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten, in denen man ,,Getreide“ gar nicht erwartet. Buchweizen, Mais und Reis sind Getreidesorten, die kein Gluten enthalten.

Welche Symptome können auftreten?

Die Symptome von Zöliakie sind vielseitig und nicht eindeutig. Klassische Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfälle und Verstopfung können keine genaue Auskunft geben. Durch den entstandenen Nährstoffmangel treten weitere, eher nicht klassische Symptome einer Dünndarmerkrankung auf. Blasse und trockene Haut, Haarausfall, Gewichtsabnahme und ein schlechtes Allgemeinwohl sind zwar eindeutig, aber dennoch nicht spezifisch, da die Zöliakie sich auf den ganzen Körper auswirkt.

Wie erfolgt die Diagnose?

Die Diagnose erfolgt über ein Blutbild und eine Magenspiegelung. Im Blutbild werden Antikörper nachgewiesen, die durch die Reizung des Dünndarms entstehen. Wenn dieser Wert erhöht ist, ist die Diagnose eigentlich schon gesichert. Um nun den Schweregrad der Erkrankung festzustellen, wird eine Magenspiegelung durchgeführt. Dabei werden Veränderungen der Dünndarmschleimhaut als Maß genommen. Je verkümmerter die Darmzotten, umso schlimmer die Erkrankung.

Wie häufig kommt eine Zöliakie vor?

Die Häufigkeit der Erkrankung ist ungewiss, da die Dunkelziffer womöglich noch sehr hoch ist. Auch, weil die Symptome nicht immer gleich stark ausgeprägt sind. Nach neuesten Studien geht man davon aus, dass die Häufigkeit bei 1:200 liegt (Quelle: dzg-online.de).

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

Leider sind die Wissenschaft und Pharmazie noch nicht so weit. Die einzige Behandlungsmöglichkeit liegt in einer lebenslangen glutenfreien Diät. Die klassischen Symptome verbessern sich bei den meisten recht schnell, jedoch dauert es meist mehrere Jahre bis sich das Blutbild und der Nährstoffmangel bessert (dabei kommt es natürlich auch auf die Dauer an, wie lange die Zöliakie unerkannt blieb).
Eine unbehandelte Zöliakie kann dazu führen, dass die Dünndarmschleimhaut chronisch entzündet bleibt und die Symptome weiter bestehen. Im schlimmsten Fall erhöht dies das Darmkrebsrisiko.

Wann kann die Zöliakie auftreten?

Zöliakie kann in jedem Alter diagnostiziert werden. Meist besteht sie schon ein Leben lang und die Symptome waren nicht ausgeprägt genug. Es besteht die Möglichkeit einer Vererbung.

Unser Fazit

Solltet ihr den Verdacht einer Zöliakie haben, lasst euch in jedem Fall darauf testen. Die Erkrankung sollte nicht einfach ignoriert werden und die Diagnose hilft weiter sich auf das Leben ohne Gluten einzustellen und wieder eine gewisse Lebensqualität zu erlangen.

Nehmt gerne zum Thema Kontakt mit uns auf, über die Kommentare, per Mail unter info@zottenretter-glutenfrei.de oder über das Kontaktformular.